Funk im Busch

Einige sehr schöne Songs finden sich auf der neuen CD von Keziah Jones. Da groovt es richtig und die Melodien gehen gut ins Ohr; wie z.B. „My kinda girl“. In solchen Stücken kommen seine eigenwillige Gitarrentechnik und seine markante Stimme gut zur Geltung. Es gibt aber auch einige Stücke, die auf mich eher hölzern wirken. Dabei kann er mit kleiner Band, oft kommen nur Bass und Schlagzeug dazu, tolle Songs kreieren, die auf Dauer gut anzuhören sind. Ich hatte lange nichts von Keziah Jones gehört; vor ein paar Monaten bekam ich eine Art „Best Of“. Aber ich habe nicht verfolgt, was er in den letzten Jahren gemacht hat. Durch diese neue CD jetzt erinnerte ich mich an seine erste Platte; und tatsächlich fand ich sie in einer Schublade als Aufnahme auf einer alten Kassetten: „Blue Funk is a Fact“ von 1992 (!). Und der alte Cassettenrecorder tut es noch. Also habe ich mir die dann auch nach Jahren mal wieder angehört; und ich muss sagen: sie gefällt mir noch besser als diese neue Scheibe. Manche der heutigen Stücke sind sehr von seiner besonderen Technik an der Gitarre geprägt, vom trickreichen Verarbeiten von Funk und Soul. Aber manchmal wünschte ich mir beim Hören, mehr von einfacheren melodiösen Songs. So wie damals! Bei der Bonus-CD mit überwiegend akustischen Aufnahmen –hier meist als Solist, der seinen Gesang auf der Akustischen begleitet- fällt dieser Mangel an gutem Songmaterial besonders auf. Aber dieses Material ist wohl eher für Fans und Musiker gedacht, die mal hören wollen, wie die Sachen in Rohfassung klingen. Durch diesen „Nigerian Wood“ habe ich auf jeden Fall einen interessanten Musiker „wieder entdeckt“.

Stan am 9.12.08 16:25

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