Taj Mahal hat Besuch

Als Taj Mahal kommt man natürlich nicht auf die Welt, sondern erhält diesen Namen entweder von seinen exzentrischen Eltern oder legt ihn sich nach einem Traum als Künstlernamen zu. Henry St. Clair Fredericks, der in den 1960er Jahren erfolgreich Ackerbau und Viehwirtschaft in Massachustts studierte, träumte vom Taj Mahal und hat als eben solcher 1966 mit Ry Cooder die "Rising Sons" gegründet.

Viele Jahre, Alben und Auftritte später ist der US-amerikanische Blues-Musiker weltweit bekannt.

Zum 40-jährigen Bühnenjubiläum hat sich Taj Mahal Gäste eingeladen und eine neue CD produziert. Auf "Maestro" sind u.a. Ben Harper, Jack Johnson, Ziggy Marley, Angelique Kidjo, Toumani Diabate und nicht zu vergessen die legendären Los Lobos vertreten. Der "Maestro" ist in guter Jubiläumsstimmung und die Gäste zumeist auch.

Launig beginnt die CD mit "Scratch My Back" - den Titel spielt Taj Mahal mit der Phantom Blues Band ein. Ein gelungener Auftakt. "Never Let You Go" und "TV Mama" hat er mit Los Lobos gespielt. Das Ergebnis ist aber eigentlich keine Überraschung - und bleibt mir nicht im Ohr hängen. Der Titel "Black Man, Brown Man" hat er mit Ziggy Marley, dessen Band und Rudy Costa eingespielt und ist für mich das beste Stück der CD. "Further on Down the Road" mit Jack Johnson hat mir überraschend gut - "Dust Me Down" mit Ben Harper überraschend nicht gefallen. Beim Titel "Zanzibar" spielt Toumani Diabate hinreißend Kora und Angelique Kidjo sollte nicht zu allen Mit-mach-Projekten ja sagen und geht entsprechend unter. Leider!

Die CD ist insgesamt hörenswert - aber jetzt ist auch erst einmal für einige Zeit genug Blues geschoben worden in diesem Blog.

Mal schauen was der November bringt.

 

 

Hansen am 7.11.08 20:35

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