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CD für Dezember 2008

Die CD für Dezember 2008 heißt:

EVOLUTION OF LOVE

Gilda Razani & sub.vision

2 Kommentare Hansen verlinken 3.12.08 20:47, kommentieren

Funk im Busch

Einige sehr schöne Songs finden sich auf der neuen CD von Keziah Jones. Da groovt es richtig und die Melodien gehen gut ins Ohr; wie z.B. „My kinda girl“. In solchen Stücken kommen seine eigenwillige Gitarrentechnik und seine markante Stimme gut zur Geltung. Es gibt aber auch einige Stücke, die auf mich eher hölzern wirken. Dabei kann er mit kleiner Band, oft kommen nur Bass und Schlagzeug dazu, tolle Songs kreieren, die auf Dauer gut anzuhören sind. Ich hatte lange nichts von Keziah Jones gehört; vor ein paar Monaten bekam ich eine Art „Best Of“. Aber ich habe nicht verfolgt, was er in den letzten Jahren gemacht hat. Durch diese neue CD jetzt erinnerte ich mich an seine erste Platte; und tatsächlich fand ich sie in einer Schublade als Aufnahme auf einer alten Kassetten: „Blue Funk is a Fact“ von 1992 (!). Und der alte Cassettenrecorder tut es noch. Also habe ich mir die dann auch nach Jahren mal wieder angehört; und ich muss sagen: sie gefällt mir noch besser als diese neue Scheibe. Manche der heutigen Stücke sind sehr von seiner besonderen Technik an der Gitarre geprägt, vom trickreichen Verarbeiten von Funk und Soul. Aber manchmal wünschte ich mir beim Hören, mehr von einfacheren melodiösen Songs. So wie damals! Bei der Bonus-CD mit überwiegend akustischen Aufnahmen –hier meist als Solist, der seinen Gesang auf der Akustischen begleitet- fällt dieser Mangel an gutem Songmaterial besonders auf. Aber dieses Material ist wohl eher für Fans und Musiker gedacht, die mal hören wollen, wie die Sachen in Rohfassung klingen. Durch diesen „Nigerian Wood“ habe ich auf jeden Fall einen interessanten Musiker „wieder entdeckt“.

1 Kommentar Stan verlinken 9.12.08 16:25, kommentieren

Blufeunk is a fact

Auf Keziah Jones bin ich durch Zufall wieder gestossen. Ich hörte im Radio sein uraltes Stück "Rhythm is Love" und war sofort hin und weg. Nachdem ich mir die CD mit dem Track gekauft hatte bin ich auf die Idee gekommen, seine Produktion "Nigerian Wood" zur November Scheibe zu machen. Auf der CD sind auch einige wirklich gute Nummern vertreten. Im Ohr bleibt mir immer "My Kinda Girl" hängen, eine echt klasse Nummer. Mit einigen Abstrichen gilt das auch für Lagos Vs New York. "Blue is the Mind" ist auch eine ganz schöne Nummer, sie fängt mit seinem immer gleichen (aber oft auch betörenden) Gitarrenriff auf der Akustikgitarre an und entwickelt sich sehr schön. Auch das nächst Stück "In Love Forever" beginnt mit diesem magischen Groove.

Aber hier beginnt für mich auch das Manko der CD. Über die gesamten 12 Stücke wird es dann doch auf die Dauer etwas öde. Das schön funkig gespielte Schlagzeug steckt in einem sehr engen Korsett und kommt da auch nicht raus.

 Die 2. CD ist schon mit Demos überschrieben, so wirken sie auch auf mich: es sind Songstrukturen oder Rhythmusideen, die noch nicht ausgefeilt sind, sie müssten noch ausgefeilt werden.

 KeziahJones hat mit Nigerian Wood kein wirklich gutes, aber ein interessantes Werk abgeliefert. Ich bin gespannt, ob und in welche Richtung er sich noch entwickeln wird!

1 Kommentar eNDe verlinken 15.12.08 18:41, kommentieren

Nigerian Wood

Der nigerianische Sänger und Gitarrist Keziah Jones hat sein Doppel-Album "Nigerian Wood" genannt. Bei dem Aussehen des Musikers musste (!!!) ich bei diesem Titel sofort an etwas Unanständiges denken. Naja, das Bild entsteht bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Aber hören wir erst einmal zu.

Die Platten enthalten einige Schätze. "My Kinda Girl" ist ein geiler Song. "Lagos vs New York" basiert auf einer netten Idee und ist auch ein netter Song, der mittlerweile sogar im Radio gespielt wird. Andere Lieder plätschern so vor sich hin - was ich nicht einmal negativ verstanden möchte - beispielsweise "Long Distance Love". Bei allen Songs stelle ich mir die Frage - könnte man drauf tanzen? Immerhin ist es Blufunk - also eine Musik, die durch ihr percussives Gitarrenspiel angereichert mit Drums, Bass und Piano einen treibenden Funkstil produzieren soll/will. Tanzen kann man leider nicht. Ich verstehe eh nicht warum soviel unausgearbeitetes Material veröffentlicht wird und man dafür sogar zwei CDs in die gut gemachte Hülle packt.

Aber noch einmal zu einem Titel der CD: "1973 (Jokers Reparations)" ist ein guter Song mit einem irre knappen, aber treffenden Text.

Die Demos auf der zweiten CD hätte ich nicht vermisst. Weniger hätte vielleicht mehr sein können. Ach, was soll es, einem talentierten Künstlern verzeiht man auch manch überflüssigen Song.

Pssst! Keziah Jones sieht auf den Fotos des Booklets saugeil aus. Das muss fürs Erste reichen.

1 Kommentar Hansen verlinken 29.12.08 14:48, kommentieren