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Meisterliches...

Taj Mahal ist schon 66 Jahre alt, steht seit 40 Jahren auf der Bühne. Er war mir aber bislang nur wenig bekannt. Eine alte LP mit eher karibischem Calypso- und Reggaematerial und die einzige mit Ry Cooder eingespielte Aufnahme der „Rising Sons“ vom Ende der 60er Jahre sind alles, was ich gut kannte. Ansonsten fiel er mir immer mal wieder im Radio auf mit seiner markanten schwarzen Bluesstimme. Um so besser, dass ich jetzt anlässlich seines 40. Bühnenjubiläums auf die neue CD „Maestro“ aufmerksam wurde.

Taj Mahal hat nicht nur den Blues; auch Reggae, Calypso-Sound, New Orleans und Afrikanisches finden sich bei ihm. Von jedem etwas hat er auch auf diese neue CD gepackt.

Als Treffen mit zahlreichen Gästen und verschiedener Stile gelingt dieses Jubiläum trotzdem. Ich finde es immer noch befremdlich, dass es offensichtlich unheimlich in Mode ist in Zeiten der einfachen Versendbarkeit digitalisierter Musik per E-Post, Lieder in verschiedenen Ländern, auf oft unterschiedlichen Kontinenten, „künstlich“ zusammen zu setzen. Aber wenn einer wie Taj Mahal schon so lange dabei ist, dann darf der das auch mal…

Er hat tolle Begleiter auf dieser CD versammelt. Die Bands Los Lobos, Phantom Blues Band, New Orleans Social Club (u.a. mit Ivan Neville an der Hammond B3 Orgel und Leo Nocentelli an der Gitarre). Die Zusammenarbeit mit den weiteren namhaften Gästen gefällt mir meist auch sehr gut. Besonders die Lieder Nr. 4 (mit Jack Johnson) und Nr. 5 (mit Ziggy Marley) gehen gut ins Ohr. Weniger gelungen finde ich das Stück mit Ben Harper. Der Ausflug nach Afrika mit Angelique Kidjo ist auch ok. Diese Gastsänger bestreiten zusammen mit Taj Mahal die erste Hälfte der CD. Danach dominiert der Blues, den die Könner der verschiedenen Begleitbands stimmig präsentieren.

1 Kommentar Stan verlinken 3.11.08 15:05, kommentieren

Taj Mahal hat Besuch

Als Taj Mahal kommt man natürlich nicht auf die Welt, sondern erhält diesen Namen entweder von seinen exzentrischen Eltern oder legt ihn sich nach einem Traum als Künstlernamen zu. Henry St. Clair Fredericks, der in den 1960er Jahren erfolgreich Ackerbau und Viehwirtschaft in Massachustts studierte, träumte vom Taj Mahal und hat als eben solcher 1966 mit Ry Cooder die "Rising Sons" gegründet.

Viele Jahre, Alben und Auftritte später ist der US-amerikanische Blues-Musiker weltweit bekannt.

Zum 40-jährigen Bühnenjubiläum hat sich Taj Mahal Gäste eingeladen und eine neue CD produziert. Auf "Maestro" sind u.a. Ben Harper, Jack Johnson, Ziggy Marley, Angelique Kidjo, Toumani Diabate und nicht zu vergessen die legendären Los Lobos vertreten. Der "Maestro" ist in guter Jubiläumsstimmung und die Gäste zumeist auch.

Launig beginnt die CD mit "Scratch My Back" - den Titel spielt Taj Mahal mit der Phantom Blues Band ein. Ein gelungener Auftakt. "Never Let You Go" und "TV Mama" hat er mit Los Lobos gespielt. Das Ergebnis ist aber eigentlich keine Überraschung - und bleibt mir nicht im Ohr hängen. Der Titel "Black Man, Brown Man" hat er mit Ziggy Marley, dessen Band und Rudy Costa eingespielt und ist für mich das beste Stück der CD. "Further on Down the Road" mit Jack Johnson hat mir überraschend gut - "Dust Me Down" mit Ben Harper überraschend nicht gefallen. Beim Titel "Zanzibar" spielt Toumani Diabate hinreißend Kora und Angelique Kidjo sollte nicht zu allen Mit-mach-Projekten ja sagen und geht entsprechend unter. Leider!

Die CD ist insgesamt hörenswert - aber jetzt ist auch erst einmal für einige Zeit genug Blues geschoben worden in diesem Blog.

Mal schauen was der November bringt.

 

 

1 Kommentar Hansen verlinken 7.11.08 20:35, kommentieren

bunter Musikereintopf

Taj Mahal ist schon seit einer halben Ewigkeit im Musikgeschäft. Aber was er musikalisch so treibt habe ich eher nur mal aus einigen Radiosongs mitbekommen, wirklich verfolgt habe ich seine Karriere nicht. Mit Maestro hat er eine neue CD vorgelegt. Nach Start des Silberlings geht es auch gleich gut zur Sache, "scratch my back" ist eine gute Bluesrock- Nummer mit klasse Gebläse. Ein Blick ins Booklet sagt mir das der Maestro hier von der Phantom Blues Band begleitet wird. Beim 2. Stück sind es Los Lobos, die als Begleitband fungieren. Das 2. Stück "never let you go" bleibt mir aber nicht hängen.

Im 3. Stück "dust me down" kommt dann als Gastsänger Ben Harper dazu, aber auch diese Nummer überzeugt mich nicht. Auf dem nächsten Stück kommt Jack Johnson als Gastsänger dazu, das Stück "further on down the road" gefällt mir ganz gut, hier besticht Taj Mahal mit einer guten Gesangsnummer. Das nächste Stück bietet dann wieder einen Stilwechsel hin zum Reggae. Das Stück gefällt mir auch richtig gut.

Weiter geht es im Stilmix mit dem Gastauftritt von Toumani Diabate an der Kora und Angelique Kidjo am Gesang. Aber auch die immer klasse Stimme von Angelique kann dieses schwache Stück "Zanzibar" nicht retten.

Hopplahop zum Blues mit den Los Lobos als backing Band, die Gitarre jault, die Mundharmonika heult dazu - ist aber trotzdem nicht mein Ding. Bei der nächsten Nummer, nun mal zur Abwechslung mit dem New Orleans Social Club kommt bei mir auch keine Freude auf.

Die letzten 4 Stücke, immer wieder mit wechselnden Besetzungen drücke ich meistens ganz schnell weg, mir reicht dieses Potpürre sowieso schon nach 15 Minuten. 

Ich frag mich mich, warum dieses ewige "Gastmusikergedöns" immer mehr wird und auf Maestro auch völlig übertrieben daher kommt. Ich habe manchmal das Gefühl, als ob wie bei einer Tombola immer lustig ein "Stargast" auf den anderen dazugelost wird. Dann werden irgendwelche Tonspuren durchs Internet geschickt, der nächste Musiker spielt seine Spur dazu ein und weiter geht die ganze Kiste. Vieleicht denke ich ja zu puristisch, das eine CD doch am besten dann eingespielt wird, wenn alle zusammen in einem Studio hocken und zusammen spielen, aber dann kommt ja immer sofort der Einwurf der knappen Resourcen....., aber vielen Produktionen hört man ihre Beliebiegkeit halt schnell an, die CD Maestro gehört dazu - sorry man! 

 

 

1 Kommentar eNDe verlinken 8.11.08 19:49, kommentieren

die CD für den Monat November

Die CD kommt diemal von Keziah Jones und heißt

 

Nigerian Wood

eNDe verlinken 8.11.08 20:39, kommentieren