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Gentleman in der Champions League

Hat es eigentlich noch eines Beweises bedurft, dass Gentleman in der Topliga des Reggae angekommen ist?

Nach "Journey to Jah" und "Confidence" legt Tilmann Otto - der Gentleman - nun mit "another intensity" sein neues Werk vor. Die ausgekoppelte Single "different places" geistert ja schon seit einiger Zeit durch die diversen Radiostationen und ist ein echter Chartstürmer - ein tolles Stück!

Mein persönlicher Favorit ist aber das 2. Stück des Albums "tranquility" - es kommt sehr sparsam instrumentiert daher, Akkustikgitarren und voller Backgroundchor, Percussion und Gentleman singt - das Stück ist großartig! Ich höre es mir häufig direkt noch ein 2. Mal an.

Auf diesem Album featured Gentleman weniger Künstler als noch auf "Confidence". Das tut dem Album auch sehr gut, es ist dadurch weniger potpourri, eben eine "andere Intensität".

Es gibt einige wenige Stücke die so dahin plätschern und nicht im Ohr bleiben, das sind aber nur wenige.

Herausragend neben den genannten Stücken "different places" und "tranquility" " finde ich noch Lied 8 "celebration" feat. Alborosie, allein schon wegen des tollen Backgroundchores, der immer so schön "celebration" schmettert - klasse. Lied 13, "respond to yourself" ist bestimmt der nächste Singlehit, verdient hätte es das Stück auf jeden Fall.

"another intensity" gefällt mir auch in den Stücken, die nicht dem klassischen Reggae entsprechen ("tranquility", "soulfood", "mount zion", "missing those days", hier erweitert Gentleman den Reggae um interessante Facetten.

Der Sound kommt sehr lebendig und knackig aus den Boxen, das Album ist toll produziert.

Das die CD in 16 Ländern gleichzeitig veröffentlicht wurde zeigt, welche (finanzielle) Bedeutung Gentleman mittlerweile hat - und auch verdient.

Die CD eignet sich für die Tanzfläche, das Buschtaxi in Dakar oder Witten-Bommern, den Regionalexpress von Bochum nach Duisburg und für jeden Ghettoblaster.

"another intensity" ist ein tolles Album !!!

Mein Urteil: Champions League mit dem Blick nach ganz oben!

 

1 Kommentar eNDe verlinken 3.10.07 18:06, kommentieren

Respekt!

Das neue weiße Album "another intensity" von Tilmann Otto - besser bekannt als "gentleman" - ist Reggae pur.

Gentleman singt in Patois (Jamaika Kreolisch) einer Kreolsprache mit englischen Wurzeln seiner 2. Heimat Jamaika. Für mich als Bochumer "bwoy" (engl.: boy - deutsch: Junge) ist sein Gesang ganz der Sound Jamaikas. Das finden wohl auch nicht wenige Jamaikaner. Gentleman hat internationalen Erfolg und ist auf allen großen Festvals vertreten.

Die 17 Titel des Albums wurden in D-Land und Jamaika mit der Far East Band und einigen Raggae-Größen (beispielsweise Sizzla auf track 3) eingespielt. Der Song "different places" ist aus dem Radio bekannt und für mich der beste kommerzielle Titel der CD. Ich finde aber "lack of love" und "round the world" oder "serenity" interessanter.

Das Album gefällt mir. Es ist Raggae, es ist flotte Musik, es ist eine bunte Mischung.

Das CD-Heft ist schön gestaltet - die Texte habe ich nicht gelesen und kann nichts dazu sagen.

Raggae made in Germany - ein echt guter Schlager! 

 

 

 

1 Kommentar Hansen verlinken 3.10.07 19:57, kommentieren

Ich werd 50...

…und da frage ich mich nach häufigem Hören der neuen Gentleman-CD: Gehöre ich eigentlich noch zur „Zielgruppe“? Ich denke eher nein. Dieser deutsche Roots-Reggae, der Bob Marley, Peter Tosh und andere ältere Herren zum Vorbild hat, wird von einem 32jährigen wohl für die 20 bis 35jährigen gemacht. Vielleicht fühle ich mich auch nur so alt, weil dieser 50. kurz bevor steht?

Aber mehr zur Musik: Gentleman betrachtet Jamaika als sein zweites Zuhause und ist auch dort als Musiker anerkannt und erfolgreich. Das dürfte ihn neben seinen Erfolgen in vielen anderen Ländern besonders freuen. Dafür verdient er allen Respekt. Nach seinem großen Erfolg mit der CD „Confidence“ aus 2004 scheint er mit dieser neuen CD nahtlos daran anknüpfen zu wollen. Ich denke, dies wird ihm nahezu gelingen. Viele radiotaugliche eingängige Melodien auf dieser CD bleiben schnell im Ohr. Allerdings: eine CD ohne Ecken und Kanten, ohne Neues, ohne Risiko. Mir ist dies insgesamt etwas zu „glatt“. Die sicher guten Musiker dienen leider meist nur zur Begleitung der reichlichen Vocals. Tillmann Ottos (Gentleman) dünne, hohe Stimme dominiert derart, dass sie mir nach gut 70 Minuten der CD etwas zu viel wird. Mehr Abwechslung fände ich besser. Gute Musiker spielen auch gerne mal Breaks oder Soli.

Wer sich einhören will, dem empfehle ich z.B. Titel Nr.1, die erste Single-Auskopplung „Different Places“(Titel 4) und besonders Titel Nr.10, ein Duett mit Diana King, bei dem man hört, was auch stimmliche Variation ausmachen kann. Auch Nr. 16 gefällt mir gut.

Aber, wie schon gesagt: eine CD eher für die „jungen“ Reggae-Hörer…nicht unbedingt für mich.

 

Stan verlinken 4.10.07 13:55, kommentieren

Oktober 2007

Im Oktober befassen wir uns hier mal wieder mit einem Erstlingswerk:

der ersten CD der jungen Brasilianerin CÉU

Denn dies ist ja auch eine Seite für junge aufstrebende Talente, nicht nur für große Stars mit ebensolchen Erfolgen...

Stan verlinken 4.10.07 13:57, kommentieren