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Plattenbesprechung Februar 2007

Die CD für den Monat Februar 2007 ist:

 

Mayra Andrade

navega

Sony & BMG Jazz

82876817802

Die Spannung steigt ... wie werden die Plattenkritiken ausfallen!?

2 Kommentare eNDe verlinken 2.2.07 20:30, kommentieren

Mayra Andrade, navega

weniger als eine Minute des Titelhoppings reichten aus, um diese CD aus dem Musikgeschäft meiner Wahl als interessant zu bewerten und mitzunehmen.

Die 21 jährige legt mit navega , was mit "auf den Wellen" übersetzt werden kann hier ihr Erstlingswerk vor. Aufgefallen war sie mir erstmals bei einem tollen Auftritt beim Afrika- Festival in Würzburg 2005.

Dieses Album, komplett ohne Schlagzeug und mit sehr sparsam eingesetzter E- Gitarre instrumentiert, kommt sehr "unpluggt" daher.

In den Vordergrund spielen sich wunderschöne Läufe verschiedener Akkustikgitarren, Mayra Andrades warme Stimme und jede Menge (brasilianischer) Percussionsinstrumente. Ein Blick ins booklet weist dann Ze Louis Nascimento als einzigen Percusionisten aus, overdubbing machts möglich.

Die Stärke dieses Albums liegt für mich in der Auswahl der internationalen Musiker, die verschiedene Einflüse in die Musik einbringen (Musiker aus Kamerun, Senegal, Madagaskar, Kapverden, Frankreich), und der doch immer klar erkennbarer kapverdischer Musik.

Es entsteht eine Mischung die einfach Spaß macht. Es gibt keinen Singlehit auf diese CD, die 12 Stücke sind allesamt nach kurzer Zeit Ohrwürmer.

Das ich dies CD am liebsten auf dem Cajon sitzend, die Congas vor mir und jede Menge Shaker um mich rum höre, ist eine andere Geschichte.

Dieses Album ist absolut empfehlenswert!

2 Kommentare eNDe verlinken 25.2.07 12:59, kommentieren

Mayra Andrade - Inselmusik

Die Kapverdischen Inseln liegen etwa 500 km vor der Küste des Senegal. Der afrikanische Inselstaat im Atlantik mit seinen neun bewohnten Inseln ist in Deutschland als Winterreiseziel und als Heimat von Cesaria Evora bekannt (wenn überhaupt!).

Mayra Andrade ist ein neuer Stern der reichen kapverdischer Musikszene. Sie ist in Kuba geboren, lebte im Senegal, Angola und in Deutschland und jetzt in Paris. Internationale Aufmerksamkeit erreicht lusophone Musik eher in Lissabon und Paris - kein Wunder, dass es Musiker dort hinzieht.

Gibt es Musik, die nach Meer riecht? Die CD navega von Mayra Andrade spielt mit Jazz, Afro und brasilianischen Einflüssen. Ein Album, das mich in eine Bar am Meer entführt. Schön!

     

1 Kommentar Hansen verlinken 25.2.07 14:54, kommentieren

Navega von M. Andrade

Ein wirklich gelungenes Debut dieser jungen Sängerin. Man hört ihr nicht an, dass sie erst 21 Jahre alt ist. Sie hat aber auch gute Musiker bei sich, die das typische Kapverden-Flair verbreiten; so wie bei Cesaria Evora oder Tito Paris. Die stets präsente akustische Rhythmusgitarre und die feine (Klein-)Percussion sorgen schon dafür; wie auch Mayra Andrades Gesang, der jedes Lied dominiert. Sehr gut gefällt mir, wenn Saxofon und Farfisa-Orgel hinzu kommen. Schade, dass ich die Texte nicht verstehe, aber gut gesungenes Portugiesisch (oder Brasilianisch) gehört zu den schönsten Sprachen. Nach mehrmaligem Hören wirken die Songs schon etwas sehr einfach strukturiert. Ich würde mir wünschen, dass Andrade und ihre Musiker bei der zweiten CD, die irgendwann sicher ansteht, sich etwas mehr vom "Kapverdischen" lösen, vielleicht in Richtung Jazz gehen und noch mehr Einflüsse aus ihrer Wahlheimat Paris aufnehmen. Beim Africafestival 2006 in Würzburg habe ich sie in einem überraschend guten Konzert gehört. Sie konnte sich durchaus behaupten in einer Konzertreihe mit berühmten Größen der afrikanischen Musik. Und jetzt liegt mit Navega ihre erste CD vor, die wirklich gut gelungen ist. Es wird interessant sein, ihren weiteren Weg zu verfolgen. Sie ist ja noch so jung...

Stan

1 Kommentar stan verlinken 25.2.07 23:17, kommentieren

Überraschung März 2007

Das Album für die Plattenkritik für März 2007 ist:

12 (Zwölf)

Herbert Grönemeyer

Label: Goenland (EMI)

 

Hansen verlinken 26.2.07 20:09, kommentieren