der Melodienschreiber

Ron Sexsmith ist mir zum ersten Mal vor einigen Jahren bei einem tollen Konzert in Bochum aufgefallen. Ein eher schüchtern wirkender Mann, der ohne Posen an der Gitarre steht und wunderschöne Melodien vorträgt.

Auf der aktuellen CD fällt es auch bereits beim ersten hören wieder auf: Ron Sexsmith schreibt wunderschöne Melodien! Die leicht melancholischen Texte kommen sehr leichtgängig daher. Nachträglich ist noch ein wenig Gebläse auf Cuba dazugespielt worden, was der Musik ausgesprochen gut tut. Die Melodien setzen sich wirklich im Gehörgang fest. Es sind sehr zurückgenommen aufgenommene Lieder auf der CD, was mir aber gut gefällt. Der Kanadier liefert eine CD ab, die zum mitsummen einlädt, auch wenn man nicht auf den Text hört.

Im laufe der 14 Tracks kommt dann doch schon mal das Gefühl bei mir auf, daß ich mehr nach vorne gehende Musik brauche, aber o.k., die CD hat eben diese Folksong /Singer - Songwriter farbe.

Anspieltipps dieser guten CD wären von mir "This is how I know, One last Round, Brandy Alexander, und Travelling Alone".

1 Kommentar eNDe am 12.9.08 12:22, kommentieren

Melancholische Folksongs mit etwas Soulfeeling

Ron Sexsmith ist neu für mich. Außer auf einem Sampler und in einigen Zeitungsnotizen hatte ich noch nichts von ihm wahr genommen. Er schreibt schöne Lieder mit etwas traurigen Texten, die so mitten aus dem Leben gegriffen sind.

Er erinnert mich an ältere Musiker wie z.B. den genialen Ray Davies von den Kinks oder auch an einige ruhige Stücke der Beatles, vor allem, wenn McCartney sie gesungen hat. Auch diese Musik von Sexsmith könnte aus den späten 60er und den 70er Jahren stammen.

Er hat auf dieser CD ein paar ganz tolle Songs versammelt, die nach ein paarmal hören unbedingt im Ohr bleiben. Vor allem die Stücke, in denen die Bläsergruppe mitwirkt sind klasse. Durch das Gebläse wirkt alles etwas leichter und vor allem souliger. Ansonsten gibt es Lieder, die von Sexsmith‘ hohem melancholischen Gesang geprägt sind (mit Piano, Akustikgitarre, Bass und Schlagzeug). Diese sind für mich zum Teil und nacheinander gehört dann etwas zu viel: zu viel von eben diesem hohen melancholischen Gesang, sparsam begleitet von den Instrumenten und manchmal ein paar Streichern.

Solche Musik hat es schon oft gegeben in der Geschichte folkiger Popsongautoren. Nichts Neues eben, aber durchaus mit eigenem Charme. Diese CD beinhaltet viele schöne Melodien, die man nicht vergisst. Am Besten sind die mit Gebläse. Ich empfehle Interessenten zum Reinhören vor allem das wunderbare „This is how I know“ (Nr.2), „One last round“ (3) oder „Travelling Alone“ (7).

Stan am 6.9.08 15:17, kommentieren

Die CD für den Monat August ist von

Ron Sexsmith

und heißt

Exit Strategie Of The Soul 

eNDe am 2.8.08 15:05, kommentieren

Überwiegend ärgerlich

Eigentlich habe ich mich von Anfang an über den Kauf dieser CD geärgert. Ich habe mich -mal wieder- verführen lassen. Von einer professionellen CD-Besprechung in einer von mir ansonsten sehr geschätzten Musikzeitschrift. Das dicke Lob dort konnte ich trotz häufigen Hörens nicht nachvollziehen. Aber so geht’s mir oft: Musik, die ganz toll beschrieben wird in Fachzeitungen, gefällt mir beim Anhören dessen, was ich zuvor nur gelesen habe, dann häufig gar nicht.

Darum ist dieser Blog hier auch für alle Interessierten so empfehlenswert: Hier werden fernab von kommerziellen Interessen oder anderen Einflussnahmen völlig unabhängig monatlich drei verschiedene Ansichten einer Musik präsentiert; so kann man sich beim Lesen schon ein -akustisches- Bild machen. Oder eben auch nicht; und dann ist man neugierig auf die Musik und hört sie mal selbst...

Mein Ärger mit dieser CD begann schon beim Preis-Leistungsverhältnis: Ganz unabhängig von der Qualität der Musik sollte man in Zeiten der ungebremsten und meist unbezahlten Downloads von Musik als Käufer einer CD, die 18 oder 19 Euro kostet doch mehr als nur 35 Minuten erwarten dürfen… So werden wir, die CDs noch kaufen, nicht gerade motiviert, dies auch weiterhin zu tun… Ich frage mich, was sich so manche Musiker dabei denken...?

Der Ärger ging weiter beim Anhören: Auch nach mehrmaligen Versuchen kommt mir die CD relativ belanglos, beliebig vor. Aus dem riesigen brasilianischen Musik-Kosmos hatte ich mir von der „experimentellen Szene der Metropole Sao Paulo“ doch mehr versprochen (so stand es in der schon erwähnten Besprechung).

Es gibt ganz nette Passagen mit Drums und Percussion, auch eine gefällige Hammondorgel mischt mit, elektronische Schnipsel treffen manchmal auf Spielereien mit den gängigen Brasil-Sounds der 60er und 70er Jahre…

ABER insgesamt muss man dies nicht unbedingt haben und hören. Nett, aber belanglos und schon gar nicht „ein Album, das seinesgleichen sucht“; so der Rezensent ul in oben erwähnter Zeitschrift. Dort las ich auch vom „waghalsigen Mix aus avantgardistischen Popsongs und psychedelischen Instrumentals“…??? Wo denn!!

Die angeblich „laszive Stimme von CéU“ nervt hier auf Dauer. Für Herrn ul  „tun sich keine Schwachstellen auf“; für mich ist die CD insgesamt eine schwache Stelle...

Einige Lieder sind trotzdem nett und bleiben gern im Ohr: Wer meint, sich jetzt doch noch eine eigenes Hör-Bild verschaffen zu wollen, dem empfehle ich Lieder Nr. 4 und 9.

1 Kommentar Stan am 6.8.08 15:29, kommentieren

Sogenanntes-Sonantes

Gibt man in die Suchmaschine Google "Sonantes" ein - wird mit einer Gegenfrage geantwortet. "Meinen Sie: sogenanntes" und anschließend macht ein bekannter Internetanbieter für sich und die CD "Sonantes" ideenreich und über viele Seiten hinweg Werbung.

Aus Sao Paulo kommt die Musik für den July: das Musikkollektiv Sonantes und die Sängerin Ceu legen eine CD mit einer Mischung aus allen möglichen Musikrichtungen vor. Der erhoffte Sommerhit ist für mich leider nicht dabei.

In den Plattenankündigungen und ersten Kritiken für "Sonantes" wird überschwänglich über Musik für und aus dem urbanen Dschungel und elektronischen Minimalismus philosophiert. Ujuijui, ich höre bei den meisten Stücken nur RUMTATA.

Mit dem ersten Titel "Carimbo" schleicht sich die CD erst einmal ganz gefällig ein - bleibt dann aber trotz aller Varianten und Mixe irgendwie hängen. Und wird beim weiteren Zuhören für mich immer langweiliger.

Einen richtigen Faible für lateinamerikanische Musik hatte ich noch nie - komme sie nun modern oder salsa-mäßig daher.

Einige Stücke enthalten gute Ideen und Ansätze aus denen Live vielleicht der Funke überspringen könnte - die CD zündet bei mir nicht.

 

Hansen am 3.8.08 21:31, kommentieren

Langeweile pur

Für den Monat Juli lag nun die CD Sonantes (sowohl Band- als auch Albumtitel) im Besprechungskästchen. Beim durchblättern des Booklets blieb das Auge am einzig mir bekannten Namen Ceu hängen. Das Debutalbum der jungen Brasilianerin hatten wir im letzten Jahr im Oktober ja schon hier gewürdigt.

Jetzt singt Sie auf diesem Album mit, dass in Sao Paulo entstanden ist.

Während bei Ceu`s Erstlingswerk einige Titel doch überzeugen konnten, gibt es hier nichts vergleichbares. Die CD langweilt mich vom ersten bis zum letzten Stück. Das durchhören geriet mir wirklich immer zur Quälerei. Völlig uninspierte 10 Titel werden hier auf 35 Minuten Spielzeit ausgebreitet. Das die CD so kurz ist, ist auch kein Vorteil.

Es gibt auf dieser CD nichts, aber auch gar nichts was mir gefällt, es ist total belanglose Kaufhausmusik. Einzelne Songideen verkleckern sich schon nach wenigen Sekunden im uninspierierten Brei.

 

Genug geschrieben, diese CD ist einfach überflüssig!

 

 

eNDe am 2.8.08 15:00, kommentieren

Die CD für Juli 2008

…heißt SONANTES

Stan am 1.7.08 21:23, kommentieren