CD für Dezember 2008

Die CD für Dezember 2008 heißt:

EVOLUTION OF LOVE

Gilda Razani & sub.vision

2 Kommentare Hansen am 3.12.08 20:47, kommentieren

Nigerian Wood

Der nigerianische Sänger und Gitarrist Keziah Jones hat sein Doppel-Album "Nigerian Wood" genannt. Bei dem Aussehen des Musikers musste (!!!) ich bei diesem Titel sofort an etwas Unanständiges denken. Naja, das Bild entsteht bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Aber hören wir erst einmal zu.

Die Platten enthalten einige Schätze. "My Kinda Girl" ist ein geiler Song. "Lagos vs New York" basiert auf einer netten Idee und ist auch ein netter Song, der mittlerweile sogar im Radio gespielt wird. Andere Lieder plätschern so vor sich hin - was ich nicht einmal negativ verstanden möchte - beispielsweise "Long Distance Love". Bei allen Songs stelle ich mir die Frage - könnte man drauf tanzen? Immerhin ist es Blufunk - also eine Musik, die durch ihr percussives Gitarrenspiel angereichert mit Drums, Bass und Piano einen treibenden Funkstil produzieren soll/will. Tanzen kann man leider nicht. Ich verstehe eh nicht warum soviel unausgearbeitetes Material veröffentlicht wird und man dafür sogar zwei CDs in die gut gemachte Hülle packt.

Aber noch einmal zu einem Titel der CD: "1973 (Jokers Reparations)" ist ein guter Song mit einem irre knappen, aber treffenden Text.

Die Demos auf der zweiten CD hätte ich nicht vermisst. Weniger hätte vielleicht mehr sein können. Ach, was soll es, einem talentierten Künstlern verzeiht man auch manch überflüssigen Song.

Pssst! Keziah Jones sieht auf den Fotos des Booklets saugeil aus. Das muss fürs Erste reichen.

1 Kommentar Hansen am 29.12.08 14:48, kommentieren

Blufeunk is a fact

Auf Keziah Jones bin ich durch Zufall wieder gestossen. Ich hörte im Radio sein uraltes Stück "Rhythm is Love" und war sofort hin und weg. Nachdem ich mir die CD mit dem Track gekauft hatte bin ich auf die Idee gekommen, seine Produktion "Nigerian Wood" zur November Scheibe zu machen. Auf der CD sind auch einige wirklich gute Nummern vertreten. Im Ohr bleibt mir immer "My Kinda Girl" hängen, eine echt klasse Nummer. Mit einigen Abstrichen gilt das auch für Lagos Vs New York. "Blue is the Mind" ist auch eine ganz schöne Nummer, sie fängt mit seinem immer gleichen (aber oft auch betörenden) Gitarrenriff auf der Akustikgitarre an und entwickelt sich sehr schön. Auch das nächst Stück "In Love Forever" beginnt mit diesem magischen Groove.

Aber hier beginnt für mich auch das Manko der CD. Über die gesamten 12 Stücke wird es dann doch auf die Dauer etwas öde. Das schön funkig gespielte Schlagzeug steckt in einem sehr engen Korsett und kommt da auch nicht raus.

 Die 2. CD ist schon mit Demos überschrieben, so wirken sie auch auf mich: es sind Songstrukturen oder Rhythmusideen, die noch nicht ausgefeilt sind, sie müssten noch ausgefeilt werden.

 KeziahJones hat mit Nigerian Wood kein wirklich gutes, aber ein interessantes Werk abgeliefert. Ich bin gespannt, ob und in welche Richtung er sich noch entwickeln wird!

1 Kommentar eNDe am 15.12.08 18:41, kommentieren

Funk im Busch

Einige sehr schöne Songs finden sich auf der neuen CD von Keziah Jones. Da groovt es richtig und die Melodien gehen gut ins Ohr; wie z.B. „My kinda girl“. In solchen Stücken kommen seine eigenwillige Gitarrentechnik und seine markante Stimme gut zur Geltung. Es gibt aber auch einige Stücke, die auf mich eher hölzern wirken. Dabei kann er mit kleiner Band, oft kommen nur Bass und Schlagzeug dazu, tolle Songs kreieren, die auf Dauer gut anzuhören sind. Ich hatte lange nichts von Keziah Jones gehört; vor ein paar Monaten bekam ich eine Art „Best Of“. Aber ich habe nicht verfolgt, was er in den letzten Jahren gemacht hat. Durch diese neue CD jetzt erinnerte ich mich an seine erste Platte; und tatsächlich fand ich sie in einer Schublade als Aufnahme auf einer alten Kassetten: „Blue Funk is a Fact“ von 1992 (!). Und der alte Cassettenrecorder tut es noch. Also habe ich mir die dann auch nach Jahren mal wieder angehört; und ich muss sagen: sie gefällt mir noch besser als diese neue Scheibe. Manche der heutigen Stücke sind sehr von seiner besonderen Technik an der Gitarre geprägt, vom trickreichen Verarbeiten von Funk und Soul. Aber manchmal wünschte ich mir beim Hören, mehr von einfacheren melodiösen Songs. So wie damals! Bei der Bonus-CD mit überwiegend akustischen Aufnahmen –hier meist als Solist, der seinen Gesang auf der Akustischen begleitet- fällt dieser Mangel an gutem Songmaterial besonders auf. Aber dieses Material ist wohl eher für Fans und Musiker gedacht, die mal hören wollen, wie die Sachen in Rohfassung klingen. Durch diesen „Nigerian Wood“ habe ich auf jeden Fall einen interessanten Musiker „wieder entdeckt“.

1 Kommentar Stan am 9.12.08 16:25, kommentieren

die CD für den Monat November

Die CD kommt diemal von Keziah Jones und heißt

 

Nigerian Wood

eNDe am 8.11.08 20:39, kommentieren

bunter Musikereintopf

Taj Mahal ist schon seit einer halben Ewigkeit im Musikgeschäft. Aber was er musikalisch so treibt habe ich eher nur mal aus einigen Radiosongs mitbekommen, wirklich verfolgt habe ich seine Karriere nicht. Mit Maestro hat er eine neue CD vorgelegt. Nach Start des Silberlings geht es auch gleich gut zur Sache, "scratch my back" ist eine gute Bluesrock- Nummer mit klasse Gebläse. Ein Blick ins Booklet sagt mir das der Maestro hier von der Phantom Blues Band begleitet wird. Beim 2. Stück sind es Los Lobos, die als Begleitband fungieren. Das 2. Stück "never let you go" bleibt mir aber nicht hängen.

Im 3. Stück "dust me down" kommt dann als Gastsänger Ben Harper dazu, aber auch diese Nummer überzeugt mich nicht. Auf dem nächsten Stück kommt Jack Johnson als Gastsänger dazu, das Stück "further on down the road" gefällt mir ganz gut, hier besticht Taj Mahal mit einer guten Gesangsnummer. Das nächste Stück bietet dann wieder einen Stilwechsel hin zum Reggae. Das Stück gefällt mir auch richtig gut.

Weiter geht es im Stilmix mit dem Gastauftritt von Toumani Diabate an der Kora und Angelique Kidjo am Gesang. Aber auch die immer klasse Stimme von Angelique kann dieses schwache Stück "Zanzibar" nicht retten.

Hopplahop zum Blues mit den Los Lobos als backing Band, die Gitarre jault, die Mundharmonika heult dazu - ist aber trotzdem nicht mein Ding. Bei der nächsten Nummer, nun mal zur Abwechslung mit dem New Orleans Social Club kommt bei mir auch keine Freude auf.

Die letzten 4 Stücke, immer wieder mit wechselnden Besetzungen drücke ich meistens ganz schnell weg, mir reicht dieses Potpürre sowieso schon nach 15 Minuten. 

Ich frag mich mich, warum dieses ewige "Gastmusikergedöns" immer mehr wird und auf Maestro auch völlig übertrieben daher kommt. Ich habe manchmal das Gefühl, als ob wie bei einer Tombola immer lustig ein "Stargast" auf den anderen dazugelost wird. Dann werden irgendwelche Tonspuren durchs Internet geschickt, der nächste Musiker spielt seine Spur dazu ein und weiter geht die ganze Kiste. Vieleicht denke ich ja zu puristisch, das eine CD doch am besten dann eingespielt wird, wenn alle zusammen in einem Studio hocken und zusammen spielen, aber dann kommt ja immer sofort der Einwurf der knappen Resourcen....., aber vielen Produktionen hört man ihre Beliebiegkeit halt schnell an, die CD Maestro gehört dazu - sorry man! 

 

 

1 Kommentar eNDe am 8.11.08 19:49, kommentieren

Taj Mahal hat Besuch

Als Taj Mahal kommt man natürlich nicht auf die Welt, sondern erhält diesen Namen entweder von seinen exzentrischen Eltern oder legt ihn sich nach einem Traum als Künstlernamen zu. Henry St. Clair Fredericks, der in den 1960er Jahren erfolgreich Ackerbau und Viehwirtschaft in Massachustts studierte, träumte vom Taj Mahal und hat als eben solcher 1966 mit Ry Cooder die "Rising Sons" gegründet.

Viele Jahre, Alben und Auftritte später ist der US-amerikanische Blues-Musiker weltweit bekannt.

Zum 40-jährigen Bühnenjubiläum hat sich Taj Mahal Gäste eingeladen und eine neue CD produziert. Auf "Maestro" sind u.a. Ben Harper, Jack Johnson, Ziggy Marley, Angelique Kidjo, Toumani Diabate und nicht zu vergessen die legendären Los Lobos vertreten. Der "Maestro" ist in guter Jubiläumsstimmung und die Gäste zumeist auch.

Launig beginnt die CD mit "Scratch My Back" - den Titel spielt Taj Mahal mit der Phantom Blues Band ein. Ein gelungener Auftakt. "Never Let You Go" und "TV Mama" hat er mit Los Lobos gespielt. Das Ergebnis ist aber eigentlich keine Überraschung - und bleibt mir nicht im Ohr hängen. Der Titel "Black Man, Brown Man" hat er mit Ziggy Marley, dessen Band und Rudy Costa eingespielt und ist für mich das beste Stück der CD. "Further on Down the Road" mit Jack Johnson hat mir überraschend gut - "Dust Me Down" mit Ben Harper überraschend nicht gefallen. Beim Titel "Zanzibar" spielt Toumani Diabate hinreißend Kora und Angelique Kidjo sollte nicht zu allen Mit-mach-Projekten ja sagen und geht entsprechend unter. Leider!

Die CD ist insgesamt hörenswert - aber jetzt ist auch erst einmal für einige Zeit genug Blues geschoben worden in diesem Blog.

Mal schauen was der November bringt.

 

 

1 Kommentar Hansen am 7.11.08 20:35, kommentieren